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Profitiere in meinen Angeboten von den positiven Effekten, die wir in unserer wissenschaftlichen Studie 2021 erfolgreich belegen konnten!

Photography: Mike Kraus

GET HAPPY!
Der Achtsamkeit-Podcast mit Kathie Kleff -ANTENNE BAYERN
 
Superpower "Singen" -
mit Ariane Roth und Prof. Dr. Thomas Schäfer
Wir sprechen in diesem Interview über unsere Studie.
Viel Freude beim Anhören!
Ariane Roth und Thoams Schäfer im Podcast zu Gast bei Kathie Kleff - Antenne bayern.jpg
Warum online singen?

Ein Online-Chor bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, gemeinsam mit anderen zu singen, ohne dass man dabei von den anderen Teilnehmenden gehört wird. 

Perfekt für alle, die schon immer gerne für sich singen, ohne Leistungsgedanken, ohne Vergleich oder Scham, einfach aus Spaß und um sich etwas Gutes zu tun!

Woher wir das wissen?

Zum einen natürlich aus persönlicher Erfahrung und das Feedback von mehreren Hunderten vonTeilnehmenden, zum anderen durch eine wissenschaftliche Studie, die ich 2021 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Schäfer von der Medical School Berlin durchgeführt habe.

 

In diesem Zusammenhang haben wir die Vorteile eines echten Experimentes (hohe wissenschaftliche Validität) und einer Feldstudie (hoher Realitäts- und Anwendungsbezug) in einem Feldexperiment kombiniert, um die Effekte des SingMit-Online-Chores zu untersuchen. 

Probanden wurden per Zufall drei Gruppen zugewiesen: es gab eine Online-Sing-Gruppe (viermal Online-Chor unter professioneller Anleitung), eine Gesprächsgruppe zur Kontrolle von Kontexteffekten (Austausch zu Musik, aber ohne zu singen) und eine Kontrollgruppe (reine Wartegruppe). 

Positive Effekte zeigten sich so in einer Zunahme der Selbstwirksamkeitserfahrung, des Körperbewusstseins, des Gefühls sozialer Teilhabe, des positiven Affekts und der Lebenszufriedenheit sowie in einer Verminderung von Einsamkeit, Stress und negativen Affekten. 

 

Fazit: Die Ergebnisse zeigen durchwegs positive Effekte des Online-Singens, wobei sich manche dieser Effekte offenbar auch durch den gemeinsamen Austausch über Musik erreichen lassen. 

Vor allem in der anhaltenden Pandemie-Situation sind diese Effekte ein vielversprechender Ansatzpunkt für niederschwellige, kostengünstige und wirksame Interventionen, potenziell auch im therapeutischen Bereich.

 

Hier eine Übersicht über die Ergebnisse unserer Studie.
Die 80 Teilnehmenden 
nahmen über 4 Wochen einmal wöchentlich beim Online Singen teil.
Sie füllten vorab und nach den 4 
Wochen einen Fragebogen aus:

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Lebenszufriedenheit (gemessen auf einer Skala von 0 bis 10)


Gefragt wurde: „Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?“

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Stress-Empfinden (gemessen auf einer Skala von 0 bis 100)


Erfasst wurde der subjektiv erlebte Stress im Alltag mithilfe von 20 Fragen

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Selbstwirksamkeit (gemessen auf einer Skala von 1 bis 5)


Erfasst wurde die subjektive Überzeugung einer Person, etwas bewirken zu
können, sich auf seine eigenen Fähigkeiten verlassen zu können und
Probleme gut meistern zu können mithilfe von drei Fragen

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Körperwahrnehmung (gemessen auf einer Skala von 1 bis 10)


Erfasst wurde die bewusste Wahrnehmung von Körper, Atmung und Stimme
mithilfe von sechs Fragen

Die Studie wird momentan verschriftlicht und dann zur Veröffentlichung bei einer psychologischen Fachzeitschrift eingereicht. Gegen Ende des Jahres kann mit der Publikation gerechnet werden.
Diese wird dann natürlich hier verlinkt.
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Dr. Thomas Schäfer ist Professor für Quantitative Forschungsmethoden in der Psychologie an der MSB Medical School Berlin. Er studierte Architektur in Leipzig, Psychologie und Philosophie in Chemnitz und lehrt seit 2005 Forschungsmethoden und Statistik in der Psychologie. In der Forschung entwickelt er psychologische Forschungsmethoden und Analyseverfahren weiter und beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Musik nutzen, warum unterschiedliche Menschen unterschiedliche Arten von Musik bevorzugen und wie Musik auf Emotionen und Verhalten wirkt. Seine akademischen Stationen waren die TU Chemnitz, die Ohio State University, die Europa-Universität Flensburg und zuletzt die Medial School Berlin.

Warum sind Sie dabei? 

Prof. Dr. Schäfer: "Meine Motivation mich wissenschaftlich mit Musik zu beschäftigen, lässt sich nicht besser ausdrücken als mit einem Zitat von Victor Hugo: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." Für mich bedeutet das, die vielfältigen und oft unsagbar intensiven, emotionsgewältigen, rätselhaften und für viele Menschen metaphysischen Erfahrungen, die Musik auslösen kann, genau zu untersuchen, ohne aber dabei ihren Zauber auf Zahlen oder die Aktivierung von Nervenzellen zu reduzieren."

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist."- Victor Hugo

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